Um den Wärmebedarf von Immobilien bis 2020 um 20 % zu reduzieren (so lautet nach wie vor das Ziel der Politik), ist neben einer jährlichen Neubauquote von 1 % zusätzlich eine Sanierungsquote von 3 % erforderlich. In aller Regel ist im Zuge einer Sanierung die Heizungstechnik zu erneuern - drei Viertel aller Gebäude wurden vor der 1. Wärmeschutzverordnung 1977 mit oft schlechter energetischer Qualität errichtet. Auch die Warmwasserversorgung muss überdacht werden. Private Hausbesitzer, Wohngenossenschaften und Facility Manager stehen dann vor der Frage: Welches Konzept verspricht unter den Aspekten des Komforts, der Trinkwasser-Hygiene und der Wirtschaftlichkeit die erwartungsgemäß beste Zukunftssicherheit?
Eine energiesparende Heizung, insgesamt eine gute Energiebilanz ? beide Kriterien gewinnen für Käufer und Mieter von Immobilien im Vergleich zu 2012 stark an Bedeutung, so das Ergebnis einer Umfrage des Energieanbieters LichtBlick SE zum Jahresbeginn 2014 (Abb. 1). Architekten und TGA-Planer müssen sich dieser Erwartungshaltung des Marktes stellen ? das ist keine triviale Aufgabe. Wer die Versorgung eines Gebäudes mit Wärmeenergie (Heizung und Trinkwarmwasser) plant, hat heute viele Aspekte zu beachten: Art bzw. Kombination der genutzten Energiequellen (Erdöl, Erdgas, erneuerbare Energie), baulicher Aufwand (Zahl der zu verlegenden Rohrleitungen), Komfort (Radiator, Flächenheizung), die Energieeffizienz der gewählten Technik und nicht zuletzt die Trinkwasser-Hygiene.
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